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September 2026 - A182
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400. Feine Commode demi-lune, Paris, um 1775, J.-B. Vassou
Signiert Jean-Baptiste Vassou (1739-1807, Meister ab 1767) und mit dem Pariser Innungsstempel, dem "JME", versehen. Amarant und Rosenholz furniert. Frontseitig geschweiftes, profiliertes, halbrundes und in Rot, Braun und Weiss durchzogenes "Rouge-de-France"-Marmordeckblatt. Zweischübiger Korpus mit zwei seitlichen Türchen, dahinter Tablare. Hohe, sich nach unten verjüngende Stabbeine in Sabots. Vergoldete Bronzebeschläge und Schlüssellochzierden. 94 x 48, Höhe 86,5 cm.
Provenienz:
- Aus altem Genfer Privatbesitz.
- Auktion Sotheby's Zürich, 7. Juni 200, Los Nr. 302.
- Privatsammlung, Zürich.
Diese halbrunde Kommode mit ihren wellig geschweiften Türchen ist ein Werk des Pariser Ebenisten Jean-Baptiste Vassou und kann in die Zeit um 1775 datiert werden. Vassou hatte sein Atelier in der Rue Saint-Nicolas im Haus zur "La tête noire". Die Möbel von Vassou sind immer in einem eleganten und noblen Louis XVI-Stil gearbeitet. Der Ebenist verwendet die vergoldeten Beschläge nur sehr zurückhaltend, doch gelingen ihm im Kontrastspiel von hellen und dunklen Furnieren immer ausserordentlich schöne Möbelschöpfungen, wie diese Kommode mit den seitlichen Türchen.
Estimate: CHF 2'400 - 3'000EUR 2'730 – 3'410
Hammer Price: CHF 2'400
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401. Feines Rokoko Bureau plat, Louis XV, Paris, um 1750, signiert Nicolas Jean Marchand
Feines Rokoko Bureau plat, Louis XV, Paris, um 1750, signiert Nicolas Jean Marchand
Rosen-, Satin- und Veilchenholz furniert. Signiert Nicolas Jean Marchand (geb. um 1697, Meister ab 1735). Allseitig geschweiftes, vorstehendes Blatt mit umlaufender, profilierter Randeinfassung aus feuervergoldeter Bronze. Die Ecken verziert mit Blattwerkkartuschen. Im Blatt goldgeprägtes, grünes Leder. Die geschweift ausgeschnittene Zarge mit drei Schubladen und verziert mit sehr feinen Goldbronzen in Form von Rankenwerk und Voluten. Schlüssellochzierden und prächtige Kniebronzen. Die Beine geschweift und in Sabots stehend. Beide Schmalseiten mit von Rankenwerk flankierten Masken aus vergoldeter Bronze. Das Möbel zum Freistellen mit angedeuteten Schubladen auf der Schauseite. 133 x 68, Höhe 79 cm.
Provenienz:
- Berner Privatbesitz.
- Privatsammlung, Zürich.
Dieses Louis XV Bureau plat mit seinen zierlichen Proportionen und ausgewogenen Linien ist das Werk des Pariser Ebenisten Nicolas Jean Marchand (Meister ab 1735), der seine Werkstatt in der rue Saint-Nicolas hatte. Marchand lieferte, durch Vermittlung von Gilles Joubert, bedeutende Möbel an den Hof Ludwig XV. seine Arbeiten sind immer von ausgesuchter Qualität und bleiben stets leicht dem Stil der Régence verpflichtet, wie es besonders schön an diesem Möbel mit seinem prächtigen Goldbronzen-Schmuck und insbesondere an den Mascarons, welche die Schmalseiten zieren, deutlich zu erkennen ist.
Estimate: CHF 4'000 - 5'000EUR 4'550 – 5'680
Hammer Price: CHF 4'000
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402. Ein Paar Fauteuils, Régence, Paris, um 1730
Nussbaumholz massiv. Trapezförmige, passig ausgeschnittene und mit floraler Schnitzerei reich verzierte Zarge auf vier geschweiften Beinen mit Stegverstrebung. Gepolsterter Sitz und Rückenlehne mit originalem Gobelin-Bezug in Grandpoint-Technik mit floralen Motiven und Ranken in verschiedenen Grüntönen. Die Ränder betont mit Messingziernägeln. Die Armlehnen mit Polstermanschetten und geschnitzter, floraler Ornamentik. 71 x 78, Höhe 99 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 2'400 - 2'800EUR 2'730 – 3'180
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403. Feines und seltenes Leuchtertischchen, Paris, 2. Hälfte 18.Jh., Jean-François Oeben (1721-63) zuzuweisen
Sog. "Serviteur Muet à crémaillère". Rosenholz, Sycamore und Amarant, furniert und massiv. Schlichter, leicht gerillter, achteckiger Schaft über drei geschweiften, in Stiefeln endenden Beinen. Zwei ebenfalls achteckige Tablare mit erhöhtem, wenig ausstehendem Rand. Die Flächen mit Schuppenmuster sehr fein marketiert. In der Höhe verstellbarer Leuchteraufsatz mit drei versilberten Kerzentüllen. 33 x26, maximale Höhe 122 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Literatur:
- Guillaume Jeanneau, Le meuble Léger en France, Paris 1952, Abb. 224.
- Rosemarie Strattmann-Döhler, Jean-Francois Oeben, Paris 2002, S. 131, für ein Tischchen des Meisters mit der berühmten Fischschuppen-Marketerie, wie sie an diesem Möbel identisch zu finden ist.
Dieses seltene Beistellmöbel, als Serviteur Muet à crémaillère, darf mit grösster Wahrscheinlichkeit dem berühmten Ebenisten Jean-François Oeben (1721-63) zugewiesen werden. Die aussergewöhnlich feine Ausführung dieses verstellbaren Tischchens und die Verwendung des durch Oeben vorzugsweise verwendenten Fischschuppenmuster, der "marqueterie d'écailles de poisson", lassen dieses Tischchen dem berühmten Hofschreiner zuweisen. Ein bis auf die Tüllen des Leuchteraufsatzes identisches Tischchen findet sich abgebildet bei Guillaume Janneau, Le meuble léger en France, Paris 1952, Abb. 224.
Estimate: CHF 1'200 - 1'500EUR 1'360 – 1'700
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404. Feine Pendule, Louis XIV, Bern, um 1730, Bendicht Blaser
Auf der Werkplatine und auf vergoldeter Kartusche oberhalb des Zifferblatts signiert "Benedict Blaser in Bern" (Bendicht Blaser, 1697-1758, tätig als Uhrmacher in Bern seit 1723). Fruchtholz, ebenisiert. Dreiteiliges Gehäuse auf reich profiliertem Sockel mit vergoldeten Bronzeapplikationen in Form von weiblichen Maskarons und einer von Rankenwerk flankierten Löwenmaske. Elegant profiliertes Werkgehäuse auf vier gedrückten Kugelfüssen aus vergoldeter Bronze. Verglaste Fronttüre und ebensolche Schmalseiten. Vergoldeter Messing-Zifferring mit römischen Stundenzahlen. Ausgesägte Messingzeiger, geflügelte Engelköpfe als Eckzierden. Unter dem Zifferring vergoldete Schabracke mit gravierter Inschrift "Pereunt et Imputantur" - sie vergehen und werden uns dazugezählt. Auf der Platine signiertes Messingwerk mit Spindelhemmung. Eine Feder für das Lauf- und das Schlagwerk. Fadenpendel. Viertelstundenschlag auf zwei Glocken. Läuft an. Originalschlüssel vorhanden. Höhe 80 cm.
Provenienz:
- Ehemals Elisabeth de Meuron-von Tscharner (1882-1980), Schloss Rümligen.
- Privatsammlung, Zürich.
Diese prächtige, aus Berner Patrizierbesitz stammende Pendule ist ein besonders schönes Beispiel einer Uhr des berühmten Berner Uhrmachers Benedict Blaser, welcher 1723 die Meisterwürde erhielt und die Werkstatt seines Vaters Mathys Blaser weiterführte. Als Stadtuhrmacher von Bern war Blaser unter anderem zuständig für die Uhren im Rathaus und das berühmte Uhrwerk des Zeitglockenturms, der "Zytglogge", mit ihrem Figurenspiel und der Astrolabiumsuhr.
Estimate: CHF 1'500 - 2'000EUR 1'700 – 2'270
Hammer Price: CHF 1'700
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405. Grosser Barock-Wandspiegel, flämisch, 17.Jh.
Holz, ebenisiert und reich verziert mit durchbrochenen, ziselierten Auflagen aus vergoldetem Messing mit Blütenranken und Akanthus. Originales, geschliffenes Spiegelglas mit Facettenrand, in innerem, leicht profiliertem Rahmen und breitem Hauptrahmen. 110 x 91 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 1'500 - 2'000EUR 1'700 – 2'270
Hammer Price: CHF 2'600
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406. Paar Fauteuils, Paris, um 1750, mit "Point de Saint-Cyr"-Bezügen
Buche geschnitzt und weiss gefasst. Trapezförmiger Sitz über wellig ausgeschnittener Zarge und S-förmig geschweiften Beinen. Die Rückenlehne leicht nach hinten geneigt und mit jochartigem Abschluss. Geschnitzt mit Rocaillen, Ranken und Blüten. Gepolsterte und geschweifte Armstützen. Mit polychromen Stickereibezügen in sog. "Point de Saint-Cyr" mit Rankenwerk, mythologischen und höfischen Figuren, Blumen und Paradiesvögeln. 66 x 56, Höhe 99 cm.
Provenienz:
- Sotheby's Paris, 10. Nov. 2009, Los Nr. 92.
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 3'000 - 3'800EUR 3'410 – 4'320
Hammer Price: CHF 3'000
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407. Feine Louis XV Konsole, Frankreich, um 1765
Holz geschnitzt und in Weiss- und Blautönen fein gefasst. Dreiseitig geschweiftes und profiliertes Brèche d'Alep-Marmorblatt über reich und fein mit Rosen und Rankenwerk geschnitzter, welliger Zarge mit durchbrochenen Rocaillen. Die Beine aus moulurierten Voluten, wiederum durchbrochen geschnitzt und mit Rankenwerk verziert. Rocaillen-Steg und bouclierte Füsschen. 122 x 55, Höhe 88 cm.
Provenienz:
- Ehemals Westschweizer Privatbesitz.
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 2'400 - 3'000EUR 2'730 – 3'410
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408. Ein Paar grosse Zierfiguren, als Blumenhalter oder Porte-Torchères, Venedig, Mitte 19.Jh.
Holz geschnitzt, polychrom gefasst, lüstriert und partiell vergoldet. Zwei mit Federkrone und Federrock geschmückte Trägerfiguren mit Armzierden und Perlenketten. Auf felsig gestalteten Sockeln über drei geschweiften Delphinbeinen. Höhe je ca. 161 cm.
- Schöne, alte Patina. Kleine Schad- und Fehlstellen.
Provenienz:
- Alter Schlossbesitz, Oxfordshire.
- Chelsea Gallery, Zürich.
- Sammlung Hans Soller.
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 2'000 - 3'000EUR 2'270 – 3'410
Hammer Price: CHF 2'000
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409. Feine Louis XVI-Kommode, Paris, um 1775, in der Art des Godefroy Dester
Amarant, Rosenholz und Citronnier, furniert und reich eingelegt. Dreiseitig geschweiftes und profiliertes, weiss-grau durchzogenes Marmordeckblatt über dreischübigem Korpus ohne Traversen. Schlicht ausgeschnittene Zargenschürze und sich nach unten verjüngende Stabbeine in vergoldeten Bronze-Sabots. Schlüssellochzierden, Zugringe, Beinmanschetten und Chutes in sehr feiner Ausführung. Schauseitig mit Rautenparketterie, darin vierblättrige Blüten. Die gerundeten Eckstollen mit angedeuteten Kannelüren eingelegt. 95,5 x 40,5, Höhe 88 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 2'400 - 3'000EUR 2'730 – 3'410
Hammer Price: CHF 4'500
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410. Table Guéridon in englischer Manier, Paris, 18./19.Jh.
Mahagoni massiv. Rundes, grün-weiss durchzogenes Verde Antico-Marmordeckblatt mit umlaufender, vergoldeter Bronzegalerie. Der sich elegant verjüngende Schaft auf drei geschweiften Beinen mit Füssen englischer Art. Durchmesser 56, Höhe 76 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Der Schaft und die Beine dieses Tischchens erinnern an die in englischer Manier geschaffenen Louis XVI-Beistelltischchen aus der Werkstatt des Pariser Ebenisten Joseph Gengenbach (1712-97), genannt Canabas.
Estimate: CHF 500 - 800EUR 570 – 910
Hammer Price: CHF 2'400
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411. Pendule, "Waltrin à Paris", Paris, um 1750
Auf dem Zifferblatt und der Werkplatine signiert " Waltrin A Paris" (Joseph Waltrin, ab 1746 tätig als Uhrmacher in Paris). Reich verziertes, dreiteiliges Holzgehäuse mit grünem Hornfurnier. Feuervergoldete Bronzebeschläge in Rocaillenform. An beiden Schmalseiten durchbrochene, rot hinterlegte Schallgitter. Emailzifferblatt mit römischen Stunden- und arabischen Minutenzahlen. Vergoldete Messingzeiger. Messingwerk mit Federaufzug, Fadenpendel und Spindelhemmung. Schlagwerk mit Halbstundenschlag auf Glocke. Läuft an. Schlüssel vorhanden. Höhe 71 cm.
- Alters- und Gebrauchsspuren. Zu revidieren.
Estimate: CHF 800 - 1'200EUR 910 – 1'360
Hammer Price: CHF 2'000
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412. Feiner Rokoko-Trumeauspiegel, Bern, um 1760, Johann Friedrich Funk I. (1706-75)
Reich und fein mit Palmetten und Akanthus geschnitzter und gekehlter Holzrahmen mit originaler Vergoldung. Originals, geschliffenes Spiegelglas mit Facettenrand. Oben eingelassenes Ölgemälde "Les Amusements de l'Hiver", Jakob Emanuel Handmann (1718-81) zugewiesen, nach dem Gemälde von François Boucher von 1755. 159 x 78 cm.
Provenienz:
- Aus altem Berner Patrizierbesitz.
- Privatsammlung, Zürich.
Literatur.:
- The Frick Collection, New York 1968, Volume II, S, 28, 30, 31 für das Wintergemälde von François Boucher.
- Hermann von Fischer, Fonck à Berne, Bern 2000, für vergleichbare Spiegel des Meisters.
Dieser elegante Trumeau-Spiegel besticht durch die schön erhaltene Originalvergoldung, die feine Schnitzarbeit des Rahmens aus der Berner Funk-Werkstatt und das prächtige Ölgemälde einer Schlittenfahrt als Darstellung des Winters, nach dem Original des französischen Hofmalers François Boucher (1703-70) aus dem Jahre 1755. Boucher nannte das Gemälde «Les Amusements de l'Hiver». Es gehörte zu einer Serie von vier Supraporten mit Darstellung der Jahreszeiten, welche der Künstler im Auftrage von Madame de Pompadour malte und sich heute in der Frick Collection in New York befinden. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass das, der Überlieferung nach von Jakob Emanuel Handmann gemalte Gemälde, nur wenige Jahre nach dem Original und höchstens drei bis vier Jahre nach der spiegelbildlichen Druckvorlage des Jean Daullé (1703-1763) aus dem Jahre 1756 entstanden sein muss, was der Entstehungszeit dieses Spiegels von 1760 entspricht. Der Schweizer Maler kopiert zwar möglicherweise die Druckvorlage, möchte aber dem Original so nahe kommen, dass er die Druckvorlage spiegelbildlich wiedergibt, um das Gemälde in der Originalversion am Spiegel aus der Funkwerkstatt zu präsentieren. Nur ein Berner Patrizier mit engsten Verbindungen nach Paris, also etwa ein Offizier als Mitglied der königlichen Schweizergarde, kann kurz nach 1756 schon Zugang zu den eben erst erschienenen Kupferstichen von Jean Daullé gehabt haben oder von den berühmten Originalgemälden gewusst haben, die damals in Paris für grosses Aufsehen sorgten. Und nur ein solcher Auftraggeber hätte insistiert, dass das Gemälde so widergegeben wird, wie es sich in der Originalversion zeigt und nicht als Kopie nach einer spiegelbildlichen Druckvorlage, wie dies üblicherweise geschah.
Estimate: CHF 2'800 - 3'800EUR 3'180 – 4'320
Hammer Price: CHF 2'800
DetailsAuction completed
413. Gefasster Fauteuil, Paris, um 1760, signiert Pierre Leduc (1685-1765)
Louis XV. Buche geschnitzt, mouluriert und lindengrün gefasst. Trapezförmiger Sitz über wellig ausgeschnittener Zarge, geschnitzt mit Blumen und Rankendekor. Die Beine S-förmig und gelockt endend. Gepolsterte Armstützen und Rückenlehne mit jochartigem Abschluss, mit Blumen und Ranken geschnitzt. Grüner Bezug. 70 x 58, Höhe 90 cm.
Provenienz:
- Aus altem Zürcher Privatbesitz.
- Privatsammlung, Zürich.
Estimate: CHF 800 - 1'000EUR 910 – 1'140
Hammer Price: CHF 800
DetailsAuction completed
414. Kommode, Transition, Paris, um 1770/75, Daniel de Loose
Satinholz, massiv und furniert. Signiert Daniel Deloose (auch de Loose, Meister ab 1767). Originales, profiliertes und bastionsartig ausgeschnittenes rosa-gelb-braun durchzogenes "brocatelle d'Espagne"-Marmorblatt über zweischübigem Korpus ohne Traverse. Die Frontstollen geschrägt und in leicht geschweifte Beine übergehend, die Zarge wellig ausgeschnitten. Ziselierte und vergoldete Bronzen in Form von Zugringen, Schlüsselloch- und Zargenzierden, frontseitige Sabots und Chutes. 96 x 49, Höhe 86.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich..
Literatur:
- De Versailles à Paris. Le Destin des collections royales. Centre culturel du Panthéon, Paris 1989, Nr. 54.
Diese Kommode ist ein typisches Werk des Pariser Ebenisten Daniel de Loose, der seine Werkstatt in der Rue du Faubourg Saint-Antoine führte. Neben einer grossen Privatkundschaft belieferte de Loose als Unterakkordant u.a. den berühmten Jean-Henri Riesener mit Möbeln von hoher Qualität. Die Kommode weist die von de Loose an verschiedenen seiner Möbel anzutreffende Zargenzierde, Chutes und Sabots auf. Eine bis auf den Marmor praktisch identische Kommode findet sich in Schloss Versailles, im Petit-Trianon, welche über den Meister Jean-Henri Riesener 1774 geliefert wurde und von Daniel de Loose gefertigt worden war "...pour le service du Nouveau Pavillon de Trianon".
Estimate: CHF 3'400 - 4'000EUR 3'860 – 4'550
Hammer Price: CHF 4'000
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