Juni 2026 - A181
Sachgebiete
1100. Antikes Email-Edelstein-Diadem
Um 1880. Aussergewöhnliche und hochwertige Arbeit im ägyptischen Revival-Stil in 18-karätigem Gelbgold. Halbkreisförmiger, massiver Reif, verziert mit polychromem Email. Fünf aufgerichtete Kobraschlangen-Paare, die den Uräus symbolisieren, das altägyptische Schutzsymbol der Pharaonen. Zwischen den Schlangen ist jeweils ein Edelstein-Cabochon aus Malachit, Bänderachat, Nephrit und Smaragd in den Grössen 24x18, 18x13 bzw. 14x10 mm gefasst. Seitlich der Schlangenmotive verzieren grün emaillierte Lotusblüten das Diadem. An den Enden befindet sich jeweils eine emaillierte Lotusblüte. Die Zierelemente sind rückseitig vernietet. 15x15 cm. Höhe der Schauseite von 2,5–4,5 cm. 122 g.
- Email minimal bestossen.
Schätzung: CHF 9'500 – 11'000EUR 10'800 – 12'500
Details1101. Antiker Anhänger "Taufe Christi" mit Kette
Byzantinisch, wohl 12./13.Jh., Fassung und Kette im alten Stil ergänzt. (1) Anhänger. Bestehend aus zwei runden Bergkristall-Cabochons. Unterseite des schauseitigen Cabochons graviert, Reste von Goldstaub. Christus wird im Jordan von Johannes d. Vorläufer getauft, flankiert von je einer Säule. D 4 cm. (2) Fassung. Hochlegiertes Gelbgold. Granuliert, drei Kreuzanhänger und Doppelöse. H 7,5 cm. (3) Kette. Hochlegiertes Gelbgold. Fuchsschwanz-Kette mit Hakenverschluss. L ca. 61 cm, ca. 24 g.
- Leichte Alters- und Tragespuren (1). Kleine Schadstelle (3).
Schätzung: CHF 1'800 – 2'400EUR 2'050 – 2'730
Details1102. Antikes Gelbgold-Sautoir
Frühes 19.Jh. 750 Gelbgold. Ovale durchbrochene Glieder verbunden mit kleineren Goldringen. L 114 cm, 68 g.
Schätzung: CHF 6'500 – 7'000EUR 7'390 – 7'950
Details1103. Antiker Edelstein-Email-Anhänger mit Kette
19.Jh. Ein kunstvoller Anhänger im Renaissance-Stil aus 750 Gelbgold mit symbolischen Darstellungen in aufwendigen polychromen Emailarbeiten, darunter ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln, zwei sich zuwendende Papageien und ein Taubenpaar. Zusätzlich reich verziert mit emailliertem Schweifwerkornament. Das Zentrum besetzt mit einem Smaragd von ca. 9x7 mm, umgeben von tafelgeschliffenen Diamanten, Rubinen und teils hängenden Naturperlen. Die Edelsteine in aufgeschraubten Kastenfassungen. Eine antike, dekorative 750 Goldgliederkette vervollständigt den Schmuckanhänger. Anhänger 9,5x5,5 cm, Kettenlänge 58 cm. Gesamtgewicht 72 g.
- Sehr guter Erhaltungszustand. Hakenverschluss erneuert.
Schätzung: CHF 4'000 – 6'000EUR 4'550 – 6'820
Details1104. Antikes Email-Goldfiligran-Collier
Wohl venezianisch, um 1805. Gelbgold. Schauseite mit einem ovalen Médaillon im Zentrum und zwei seitlichen Médaillons mit floralem Goldfiligran zwischen zwei Konvexgläsern, an dreireihigen, dekorativen Kettenmotiven. Die Médaillons mit strahlenartigen und schwarzblau emaillierten Bordüren verziert. Ovaler Kastenverschluss mit Floralmotiven und Rauten graviert. L ca. 40 cm, 54 g. Mit Schreiben von 1909 des Widerverkäufers Jost Freuler Bijouterie in Glarus und passender bordeauxfarbenem Etui, welches später angefertig wurde.
Beigegeben das Foto eines Portraits der Urgrossmutter von Anna Bally-Marty, dargestellt mit getragenem Collier. Sie war verheiratet mit Arnold Bally, welcher aus der Linie der Schönenwerder Bandfabrikanten war und damit ein Cousin der berühmten Schuhfabrikanten war. Das Ölgemälde befinden sich heute in der Sammlung unsers Ballyana-Archivs.
Provenienz: Familie Bally, Schönenwerd
Schätzung: CHF 2'000 – 3'000EUR 2'270 – 3'410
Details1105. Antikes Paar Genfer Email-Gold-Armbänder
Schweiz, um 1830. 750 Gelb-/Rot-/Grüngold. Leicht gewölbte, breite, verstiftete Glieder. Die Oberfläche mattiert, granuliert und floral verziert. Die Armbänder mit je 11 ovalen polychromen Genfer Email-Miniaturen mit Darstellung der kantonalen Trachten. L 18,5 cm. B 2,5 cm. 66 g.
- Sehr guter Erhaltungszustand. Die Emailmalereien sind in feinstem Genfer Email ausgeführt und zudem in perfektem Zustand.
Das Genfer Email gehört zu den feinsten Formen der europäischen Emailkunst und entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert in und um Genf zu einem eigenständigen Zentrum der Miniaturmalerei. Seine besondere Bedeutung liegt in der extrem detailreichen Ausführung: Auf dünn geschichteten, meist goldenen oder kupfernen Unterlagen werden fein gemahlene Glasflüsse in mehreren Brennvorgängen aufgetragen. Dadurch entstehen brillante, lichtbeständige Farben mit hoher Tiefe und fast malerischer Wirkung. Typisch ist die Verbindung von Miniaturmalerei und Schmuckkunst, etwa auf Dosen, Uhrengehäusen oder – wie in diesem Beispiel – in kleinen ovalen Bildfeldern auf Armbändern.
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert war Genfer Email besonders gefragt bei europäischen Adels- und Patrizierkreisen. Dargestellt wurden häufig Porträts, mythologische Szenen oder – wie im 19. Jahrhundert zunehmend – idealisierte Trachten- und Landschaftsmotive aus der Schweiz. Diese „Trachtenszenen“ dienten nicht nur als Dekor, sondern auch als eine Art kulturelle Repräsentation einer romantisierten Schweizer Identität.
Die technische Qualität des Genfer Emails zeichnet sich durch:
sehr feine Pinselarbeit, glänzende Farbflächen trotz sehr kleiner Bildformate
hohe Brennkontrolle (mehrere kontrollierte Brennzyklen ohne Farbverlust)
oft Zusammenarbeit zwischen Goldschmieden und spezialisierten Emailleuren.
Im 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung jedoch zu einem langsamen Niedergang dieser Kunstform, da die Herstellung sehr zeitaufwendig und teuer war. Heute gelten originale Stücke des Genfer Emails als hochspezialisierte Sammlerobjekte und wichtige Zeugnisse der Schweizer Kunst- und Kulturgeschichte.
Schätzung: CHF 4'000 – 6'000EUR 4'550 – 6'820
Details1106. Antikes Genfer Email-Gold-Bracelet
Schweiz, um 1830. Gelbgold. Fünf ovale Glieder mit fein gemalten polychromen Genfer Emailminiaturen von Schweizer Veduten mit blauem Konteremail und gemalten Bezeichnungen der Veduten "Interlaken, Chillon, Staubbach, Genève, Montreux". L 16,5 cm. 27 g.
- Ohne Verschluss.
Das Genfer Email gehört zu den feinsten Formen der europäischen Emailkunst und entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert in und um Genf zu einem eigenständigen Zentrum der Miniaturmalerei. Seine besondere Bedeutung liegt in der extrem detailreichen Ausführung: Auf dünn geschichteten, meist goldenen oder kupfernen Unterlagen werden fein gemahlene Glasflüsse in mehreren Brennvorgängen aufgetragen. Dadurch entstehen brillante, lichtbeständige Farben mit hoher Tiefe und fast malerischer Wirkung. Typisch ist die Verbindung von Miniaturmalerei und Schmuckkunst, etwa auf Dosen, Uhrengehäusen oder – wie in diesem Beispiel – in kleinen ovalen Bildfeldern auf Armbändern.
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert war Genfer Email besonders gefragt bei europäischen Adels- und Patrizierkreisen. Dargestellt wurden häufig Porträts, mythologische Szenen oder – wie im 19. Jahrhundert zunehmend – idealisierte Trachten- und Landschaftsmotive aus der Schweiz. Diese „Trachtenszenen“ dienten nicht nur als Dekor, sondern auch als eine Art kulturelle Repräsentation einer romantisierten Schweizer Identität.
Die technische Qualität des Genfer Emails zeichnet sich durch:
sehr feine Pinselarbeit, glänzende Farbflächen trotz sehr kleiner Bildformate
hohe Brennkontrolle (mehrere kontrollierte Brennzyklen ohne Farbverlust)
oft Zusammenarbeit zwischen Goldschmieden und spezialisierten Emailleuren.
Im 19. Jahrhundert führte die Industrialisierung jedoch zu einem langsamen Niedergang dieser Kunstform, da die Herstellung sehr zeitaufwendig und teuer war. Heute gelten originale Stücke des Genfer Emails als hochspezialisierte Sammlerobjekte und wichtige Zeugnisse der Schweizer Kunst- und Kulturgeschichte.
Schätzung: CHF 1'500 – 2'000EUR 1'700 – 2'270
Details1107. Antikes Miniaturportrait-Gold-Bracelet
Um 1830. Gelbgold/Silber. Vierreihige Gliederkette mit ovalem, polychrom gemalten Portrait einer Dame, welche ein ockerfarbenes Kleid mit Spitzenbesatz, eine Perlenkette, eine Hochsteckfrisur mit kleinem Diadem und weissem Spitzenschleier trägt. Die Fassung mit fein graviertem Dekor am Rand. Rückeite mit unter Glas eingelegter Haarlocke. L 17 cm. 37 g.
Schätzung: CHF 1'000 – 1'400EUR 1'140 – 1'590
Details1109. Diamant-Ring
1920er Jahre. Platin/Weissgold. Ein Altschliff-Diamant von ca. 2.60 ct M/N-vs in einer klassischen Chatonfassung. Gr. 61, 4 g.
Schätzung: CHF 5'000 – 8'000EUR 5'680 – 9'090
Details1110. Antike Naturperlen-Diamant-Brosche
Um 1880. Silber/Rotgold. Barette-Brosche mit einer barocken, silberfarbenen Salzwasser-Barockperle von ca. 9,47x9,11x7,10 mm in einer Entourage von 14 feinen Altschliff-Diamanten von ca. 1 ct, flankiert von vier feinen Altschliff-Diamanten von ca. 2.40 ct. Hängend eine weisscrème farbene Salzwasser-Barockperle von ca. 12.66x8.68x5.56 mm begleitet von einem Altschliff-Diamant von 0.06 ct. Broschierung mit Doppelnadel und feiner Kette mit Sicherheitsnadel. 4x3,2 cm. 9 g. Mit GGTL-Zertifikat von Juni 2026.
Antike Naturperlen sind äusserst seltene, organisch gewachsene Perlen, die ohne menschliche Zucht in Muscheln entstehen. Bis ins frühe 20. Jahrhundert waren sie die einzige verfügbare Perlenart und galten als eines der kostbarsten Materialien der Schmuckkunst.
In antiken Schmuckstücken des 18. und 19. Jahrhunderts wurden sie häufig mit Diamanten im alten Schliff kombiniert, etwa in Broschen, Colliers oder Diademen. Ihr weicher, natürlicher Glanz und ihre individuelle Form machen sie bis heute besonders begehrt.
Echte Naturperlen sind heute selten und erzielen bei Auktionen hohe Preise, insbesondere wenn Herkunft und Echtheit gemmologisch bestätigt sind.
Schätzung: CHF 3'000 – 6'000EUR 3'410 – 6'820
Details1111. Diamant-Anhänger mit Perlenkette
Um 1915. Platin. Anhänger mit Schleife und Stäbchen, welche mit Diamantrosen bestückt sind. Hängend ein brauner Altschliff-Diamanten von ca. 2.80 ct si2/P1 in einer Millegriffes verzierten Zargenfassung. Anhängerlänge 3,3 cm. Feine Platin-Gliederkette mit integrierten Perlchen. L 40 cm. 5 g.
Schätzung: CHF 2'000 – 4'000EUR 2'270 – 4'550
Details1113. Zwei Broschen: Pferdemutter mit Fohlen
Nach 1900. Platin auf Gelbgold. Schreitende Pferde aus fein strukturiertem Platin auf Gelbgold, ausgefasst mit feinen Altschliff-Diamanten und Brillanten, die Augen besetzt mit Rubinen. Das grössere Motiv mit persönlicher kursiver Widmungsgravur "Madelon X-Mas 1905". 3x2 cm/2,5x1,8 cm. Gesamtgewicht 12 g.
Schätzung: CHF 1'400 – 2'000EUR 1'590 – 2'270
Details1114. Eleganter Saphir-Diamant-Ring
1950er Jahre. 750 Weissgold. Ein Entourage-Modell mit einem ovalen Saphir im Antikschliff von ca. 7.50 ct, ca. 11,43x8,34x7,97 mm, umgeben von zehn Altschliff-Diamanten von ca. 2.50 ct. Es handelt sich um einen unbehandelten Saphir aus Sri Lanka (Ceylon). Die Edelsteinfassung mit Millegriffes verziert. Gr. 55, 8 g. Mit GGTL-Zertifikat von Juni 2026.
Saphire sind kostbare Edelsteine aus der Korund-Familie und bekannt für ihre intensive blaue Farbe, kommen jedoch auch in vielen anderen Farbtönen vor. Sie werden wegen ihrer Härte, Brillanz und Symbolkraft sehr geschätzt.
Historisch standen Saphire für Weisheit, Treue und Schutz und wurden häufig von Königen und Geistlichen als Zeichen von Macht und spiritueller Verbundenheit getragen. Auch heute gehören Saphire zu den wichtigsten Edelsteinen in der Schmuckkunst, besonders in Verlobungsringen und hochwertigen Schmuckstücken.
Schätzung: CHF 6'000 – 9'000EUR 6'820 – 10'230
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