Möbel und Einrichtung
In jedem Haushalt bilden die Möbel einen Hauptteil der Einrichtung. Die Möbelkunst spiegelt am besten den Geschmack einer Epoche wider. Die Herstellung eines edlen Stückes erfordert grosse Sachkenntnisse und Handfertigkeit. Spannend ist, die Details des Aufbaus zu eruieren und zu erkennen.
Von simplen Öllampen über Gasleuchten bis hin zu elektrischen Lampen – die Geschichte der Beleuchtung zieht sich über Jahrhunderte. Lange Zeit lebte man Abends fast im Dunkeln, bis sich mit der Industrialisierung auch die Beleuchtung rasant entwickelt und die Nacht zum Tag wird.
Auch heute noch faszinieren uns schöne Kristalllüster, prunkvolle Barock- oder Empirelampen. Besonders beliebt sind Korblüster, die den Formen des Klassizismus folgen. Aber auch schöne Muranoleuchten, Deckenkronen des 19. Jahrhunderts, Jugendstil- und Art Déco-Lampen und seltene Leuchterweibchen sind heute gefragt.
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Vergangene Highlights zu diesem Sachgebiet
400. Schwyzer Holzräderuhr mit Automat
Datiert 1754. Auf dem Zifferblatt monogrammiert "J.A.S." (Johann Jakob Augustin Schulthess, Schwyz 1706-1764) Geschlossenes Nadelholzgehäuse mit seitlichen Laden. Die Front mit goldfarbener, schwarz konturierter Floralmalerei auf rotem Grund. Giebel mit zentraler Holz-Automatenfigur "Zeitbeisser", der Kopf eines Landmannes, dessen Mund sich beim Stundenschlag öffnet und schliesst. Zwei Zifferblätter für die Stunden- und die doppelte Viertelstundenanzeige mit römischen Zahlen. Zentrale Weckerstellscheibe mit arabischen Ziffern. Geschnitzte Holzzeiger. Holzrahmenwerk, drei hintereinandergesetzte Werke. Gewichtaufzug und Spindelhemmung. Vorderpendel mit Messinglinse. Gangfähig. Höhe 36 cm.
- Leichte Altersspuren und kleine Ergänzungen. Schlagwerk zu richten.
Schätzung: CHF 2'000 – 3'000EUR 2'220 – 3'330
Zuschlag: CHF 9'000
Details404. Prunkpendule "Haas"
Bern, um 1740. Signiert "Haas à Berne" (Johann Ulrich Haas, tätig 1726-1750). Gehäuse mit Sockel und Aufsatz. Boullemarketerie in Schildpatt und Messing, eingelegte Blüten aus Perlmutter und gefärbtem Bein. Reich verzierte, ziselierte und vergoldete Bronzebeschläge. Bronzezifferblatt mit Emailkartuschen. Römische Stunden- und arabische Minutenanzahlen. Unterhalb des Zifferblatts Signaturplakette. Gebläute Stahlzeiger. Messingwerk mit Federaufzug, Fadenpendel und Spindelhemmung. Schlagwerk mit Viertelstundenschlag auf zwei Glocken. Gangfähig. Schlüssel vorhanden. Höhe 111 cm.
- Altersspuren. Die Marketerie mit kleinen Ausbrüchen und Fehlstellen. Zu revidieren.
Schätzung: CHF 2'000 – 3'000EUR 2'220 – 3'330
Zuschlag: CHF 4'500
Details407. Kommode
Luzern, um 1790. Nussbaumholz gefriest und gespiegelt furniert. Rechteckiger, dreischübiger Korpus mit geschrägten Lisenen auf Pyramidenbeinen. Eingelegte Zierfriese und Medaillons mit Vasen- und Vogelmotiv aus Ahorn und Zwetschgenholz. 126,5 x 61,5, Höhe 88 cm.
- Minimale Alters- und Gebrauchsspuren.
Provenienz:
- Luzerner Privatbesitz.
Schätzung: CHF 1'800 – 2'400EUR 2'000 – 2'670
Zuschlag: CHF 3'000
Details414. Aufsatzkommode
Basel, Mitte 18.Jh. Nussbaumholz gefriest und gespiegelt furniert. Vierschübiger, frontal geschweifter Korpus auf passigem Sockel mit ausgestellten Füssen. Zweitüriger, bauchiger Aufsatz mit geschweiften und ornamental beschnitzten Lisenen. Gekehlter Giebel. Innen Tablare und vier kleine Schubladen. Originale, fein ziselierte und feuervergoldete Bronzebeschläge. Originales Schloss mit ornamental durchbrochener Messingplatte. Zweiteilig. 127 x 76, Höhe 219 cm.
- Leichte Alters - und Gebrauchsspuren.
Provenienz:
- Alter Basler Privatbesitz.
Schätzung: CHF 1'400 – 2'400EUR 1'560 – 2'670
Zuschlag: CHF 3'400
Details460. Schreibtisch mit Tabernakelaufsatz
Graubünden, 2.Hälfte 18.Jh. Wohl Werkstatt Conradin Collany, Campo Vasto/La Punt-Chamues-ch, Engadin (auf alter Etikette bezeichnet). Nussbaum und Maserholz massiv und furniert mit eingelegten Filets und Bandelwerk. Rechteckiger, einschübiger Korpus mit geschweifter Front und passig ausgeschnittener Zarge auf geschweiften Beinen. Schreibaufsatz mit aufklappbarer, geschrägter Platte und zwei seitlichen Schubladen. Innen sechs kleine Schubladen. Tabernakelaufsatz mit passig geschweifter Front. Zentrale Türe, umgeben von 11 kleinen Schubladen. Innen sechs Schubladen. Eisenbeschläge mit Zentralverriegelung. Geschweifter Giebel mit vier kleinen Schubladen. Originalschlösser und originale Messingbeschläge. Zweiteilig. 120 x 83 cm, Höhe 202 cm.
- Alters- und Gebrauchsspuren.
Provenienz:
- Ehemals Schloss Rhäzüns/Graubünden.
- Um 1920 aus der Familie Vieli durch Verkauf in St.Galler Privatbesitz.
Schätzung: CHF 2'000 – 4'000EUR 2'270 – 4'550
Zuschlag: CHF 3'800
Details3243. Schreibkommode
Zürich, Mitte 18.Jh. Nussbaumholz gefriest und gespiegelt furniert. Filets aus Zwetschgenholz. Rechteckige, frontal bauchig geschweifte Kommode mit passig ausgeschnittenem Sockel. Vier Schubladen mit Traversen. Schreibaufsatz mit geschrägter Platte, innen vier Schubladen und Fach. Originale, ziselierte und feuervergoldete Bronzebeschläge. Schubladen innen mit Kleisterpapier ausgeschlagen. 124 x 68, Höhe 118 cm.
- Minimale Alters - und Gebrauchsspuren.
Schätzung: CHF 1'800 – 2'200EUR 2'000 – 2'440
Zuschlag: CHF 3'000
Details3313. Aufsatzschreibschrank Beromünster
Um 1750, Luzern/Beromünster. Nussbaum, Maserholz, Zwetschge, Mooreiche und Ahorn furniert. Dreitüriger Unterbau mit geschweiften Seitentüren und gerader Mitteltür auf Kugelfüssen. Aufsatz mit geschrägter, aufklappbarer Schreibplatte. Dreiseitig gefriest und gefeldert furniert. Türe und Schreibplatte mit intarsiertem Bandelwerk, figürlichen Darstellungen und Floralornamentik. Im Unterbau zentral innen fünf kleine Schubladen und Fach. Rechts innen vier Schubladen, links innen Tablar. Der Schreibaufsatz innen mit zehn kleinen Schubladen. Leichte Alters- und Gebrauchsspuren. 136x68, Höhe 105 cm.
Schätzung: CHF 3'400 – 5'000EUR 3'780 – 5'560
Zuschlag: CHF 3'600
Details3411. Damenbureau
Louis XV ca. 1750. Frankreich. Nussbaum, Palisander, Pflaume. Zweischübiger Korpus auf hohen geschweiften Beinen. Geschrägte Schreibplatte vor mehrschübigem Innenausbau mit Bibelfach. Vierseitig gefeldert furniert. Gebrauchsspuren. 97x58x96 cm.
Schätzung: CHF 500 – 1'000EUR 530 – 1'050
Zuschlag: CHF 1'200
Details3418. Troiscorps
Italien, 18./19.Jh. Nussbaum und verschiedene Hölzer furniert. Rechteckiger, dreischübiger Korpus auf gedrückten Kugelfüssen. Schreibaufsatz mit geschrägter, aufklappbarer Platte. Innen vier Schubladen und Fächer. Zweitüriger, oben passig gerundeter Aufsatz. Innen zentrale, verspiegelte Türe, diese umgeben von sieben Schubladen und Fächern. Dreiseitig reich verziert mit floraler und figürlicher Marketerie. Auf der Schreibplatte zentral eingelegtes Wappen unter Adelskrone. 107x58, Höhe 210 cm.
- Alters- und Gebrauchsspuren, kleine Schad- und Fehlstellen.
Schätzung: CHF 1'000 – 2'000EUR 1'110 – 2'220
Zuschlag: CHF 36'000
Details3425. Gartenfigur "Hirsch"
1. Hälfte 20.Jh. Nach der Hirschfigur von Louis Tuaillon (1862-1919 Berlin) in Hirschfelde/Brandenburg. Bronzeskulptur, ziseliert und patiniert. Am Sockel Entwerfersignatur. Höhe 109, Länge 95 cm.
- Alters- und Witterungsspuren.
Schätzung: CHF 1'400 – 2'400EUR 1'560 – 2'670
Zuschlag: CHF 26'000
Details3439. Sehr seltene frühe Kommode
Frühbarock ca. 1730. Winterthur. Nussbaum, Ahorn, Birkenmaser. Meister des Schultheiss-Steiner-Tisches. Dreischübiger Korpus mit geschweifter Front auf ausgeschnittenem Fussgestell. Vierseitig mit kartuschenförmigen Feldern furniert. Die Felder mit mosaikartiger Marketerie in Form von Vögeln und floralen Dekor eingelegt. Original Beschläge mit Restvergoldung. Museale Qualität. 125x69x83 cm.
Schätzung: CHF 8'000 – 12'000EUR 8'420 – 12'630
Zuschlag: CHF 12'000
Details3502. Liseuse
Louis XVI ca. 1780. Kirschbaum, Ebenholz. Dreischübiger Korpus auf hohen kannelierten Beinen. Vierseitig mit Kontrastband gearbeitet. Guter Zustand. 48x38x75 cm.
Schätzung: CHF 200 – 400EUR 210 – 420
Zuschlag: CHF 2'000
Details3511. Kleiner Sekretär
Louis XV ca. 1750. Rosenholz, Palisander, Ahorn. Rechteckiger Korpus auf geschweiften Beinen mit Schublade. Schreibklappe mit roter Ledereinlage vor mehrschübigem Innenausbau. Vierseitig mit floralem Dekor intarsiert. Guter Zustand. 43x34x102 cm.
Schätzung: CHF 1'500 – 3'000EUR 1'670 – 3'330
Zuschlag: CHF 2'200
Details3522. Kommode
Louis XVI ca. 1770. Italien. Rosenholz, Palisander, Ahorn. Dreischübiger Korpus auf konischen Beinen. Vierseitig gefeldert furniert mit geometrischen Kontrastband und Rosetten belegt. Gebrauchsspuren. 122x58x89 cm.
Schätzung: CHF 1'200 – 2'400EUR 1'330 – 2'670
Zuschlag: CHF 1'300
Details3528. Doppelsekretär
Louis XVI ca. 1780. Umkreis Ch. Hopfengartner. Nussbaum, Ahorn. Zweitüriger Korpus mit zwei Schreibabteilungen mit beidseitig sechs Schubladen und drei Schubladen im Gesims. Inwendig mit mehrschübigem Innenausbau gearbeitet. Dreiseitig gefeldert furniert mit Kontrastfilets belegt. Guter Zustand. 125x61x194 cm.
Schätzung: CHF 3'000 – 5'000EUR 3'330 – 5'560
Zuschlag: CHF 3'000
Details3531. Damenbureau
Louis XV ca. 1750. Frankreich. Palisander. Zweischübiger Korpus auf geschweiften Beinen. Geschrägte Schreibplatte vor mehrschübigem Innenausbau. Vierseitig gefeldert furniert. Gebrauchsspuren. 82x46x98 cm.
Schätzung: CHF 1'500 – 3'000EUR 1'580 – 3'160
Zuschlag: CHF 2'200
Details3533. Wellenschrank
Barock-Stil 19/20. Jh. Nussbaum. Zweitüriger Korpus mit hohem Sockelgestell auf gedrückten Kugelfüssen. Lisenen mit Ecknasen, gewellten Türfüllungen mit tiefer Nut. Guter Zustand. 203x75x186 cm.
Schätzung: CHF 900 – 1'800EUR 950 – 1'890
Zuschlag: CHF 2'000
Details3535. Schreibtisch
Louis XV ca. 1750. Italien, Venetien. Nussbaum. Dreischübiger Korpus auf hohen geschweiften Beinen. Aufsatz mit zentraler Türe und bogenförmigen Abteilungen. Guter Zustand. 156x70x115 cm.
Schätzung: CHF 1'800 – 2'400EUR 1'890 – 2'530
Zuschlag: CHF 4'500
Details3535. Poudreuse
Louis XV ca. 1750. Frankreich. Rosenholz, Amaranth. Rechteckiger Korpus mit vier Schubladen auf ausgestellten Beinen. Dreiteilige Platte, aufklappbar mit Spieleinlage. Dreiseitig gefeldert furniert mit floralem Dekor intarsiert. Guter Zustand. 92x52x73 cm.
Schätzung: CHF 1'400 – 2'800EUR 1'560 – 3'110
Zuschlag: CHF 1'500
Details3537. Trois Corps
Barock ca. 1745. M.Funk, Bern. Nussbaum. Dreischübiger Kommodenteil auf gedrückten Kugelfüssen. Geschrägte Schreibplatte vor mehrschübigem Innenausbau. Mehrschübiger Aufsatz mit zentraler Türe und geschweiftem Giebelabschluss. Dreiseitig gefeldert furniert mit Feder-Fries. Innen mit Originalem Papier ausgeschlagen. Schöne Patina. Gebrauchsspuren. 131x72x231 cm.
Schätzung: CHF 7'000 – 12'000EUR 7'370 – 12'630
Zuschlag: CHF 7'000
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