Dezember 2014 (A135) - Auktionsstart: 13.12.2014, 16:15

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Auktion abgeschlossen

4867. Kirchenikone Gottesmutter Feodorowskaja mit Silberoklad

Russisch, 18.Jh. Tempera über Kreidegrund auf Holz. Darstellung der Gottesmutter, das Kind - Wange an Wange - in ihrem rechten Arm haltend. Das Kind hat den Arm zärtlich um den Hals der Mutter gelegt. Am unteren Bildrand Inschrift auf weissem Schriftfeld. Rückseitig eine 1854 datierte, mit 2 Siegeln beglaubigte Stifterinschrift. / Silberoklad, teilweise vergoldet. Stadtmarke von Kostroma (Zentralrussland), 1769–1813. Marke „S.A.1773“ (kyrill.) eines nicht identifizierbaren Beschaumeisters (1769–1790). Marke „I.S.“ (kyrill.) des Silberschmieds Ilja Sidorow Serebrenikow (1756–1795). Reicher reliefierter und punzierter Dekor. Florale Motive. Über dem Nimbus der Gottesmutter Bekrönung mit zwei Engeln und vier Seraphim. In den Ecken reliefierte Darstellung der Evangelisten in ihren Schreibstuben. 63,5x45,5 cm.
- Restaurierter Längsriss. Restaurierungsspuren und Retouchen. Späterer Lacküberzug (Ikone). Altersspuren, randlich einige minimale Dellstellen (Oklad).

Marken:
Verzeichnis der russischen Gold- und Silbermarken, Slavisches Institut München, 1971, Nr. 347 (Stadtmarke), Nr. 357 (Bm), Nr. 371 (Mm).
Ikone und Oklad stammen beide aus dem 18.Jh. Der Oklad ist jedoch nicht der ursprüngliche, wie die Inschrift auf der Rückseite der Ikone belegt. Die Stifterin beschreibt einerseits mit (Edel-)steinen gefasste Sterne und andererseits die Krone über den Nimben, welche erst durch ihren Sohn und dessen Ehefrau (im 19. Jahrhundert) geschenkt wurden. Die Nimben des vorliegenden Oklads sind jedoch aus einem Stück gefertigt und weisen die typischen Merkmale des für seine Oklade bekannten Meisters Ilja Sidorow Serebrenikow aus. Ebenso fehlen die mit Steinen besetzten Sterne auf dem Gewand der Gottesmutter.

Schätzung: CHF 30'000 – 40'000EUR 30'000 – 40'000

Zuschlag: CHF 26'000

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