DE EN FR RU

Schuler Auktionen AG - Ravesteyn, Jan Anthonisz. van

Juni 2019 (A153)

OFFLINE

3207. Ravesteyn, Jan Anthonisz. van

Auktionsstart: Fr, 28. Jun 2019, 10:15


(um 1572 Den Haag 1657)
zugeschrieben
Portrait eines Mannes mit der Hochzeitsmedaille von Friedrich V. von der Pfalz und Elisabeth Stuart. Öl auf Holz. 62,5x49 cm.

Wir danken Marina Aarts und Eric Domela Nieuwenhuis für die wertvollen Hinweise bezüglich der Medaille und der Zuschreibung.

Provenienz: Schweizer Privatbesitz.

Die Medaille, welche der Porträtierte trägt, ist die Hochzeitsmedaille von Friedrich von der Pfalz und Elisabeth Stuart von Jan de Bommaert aus dem Jahre 1613. Diese weist auf ein europäisches Ereignis hin, das eng verbunden ist mit dem Dreissigjährigen Krieg.
1618 erlebte das überwiegend protestantische Böhmen Aufstände gegen die katholischen Habsburger. Die Prager warfen den verhassten Statthalter des Habsburger-Kaisers aus dem Fenster der Prager Burg und krönten die Protestanten Friedrich von der Pfalz und seine Ehefrau Elisabeth Stuart zu König und Königin. Dadurch wollte Böhmen die Unterstützung und den Schutz anderer protestantischer Könige, einschliesslich jene von Elisabeths Vater, dem König von England, sicherstellen. Dies ging dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu weit und er erklärte Böhmen den Krieg. Nur ein Jahr nach ihrer Krönung endete Friedrichs und Elisabeths Herrschaft als Könige von Böhmen mit der Niederlage der Schlacht am Weissen Berg. Das Königspaar ging als Winterkönige (für die Dauer nur eines Winters) in die Geschichte ein. Sie flohen in die Vereinigten Niederlande und brachten so religiöse Spannungen in eine Region, in welcher der Waffenstillstand mit Spanien bereits sehr fragil war, womit der Krieg auch hier seinen weiteren Lauf nahm.


Zuschlag: CHF 11'000.00

Schätzung CHF 8'000.00 – 12'000.00

Schätzung EUR 7'270.00 – 10'910.00


Gebote unterhalb der unteren Schätzung werden nicht akzeptiert.

Schriftliche Gebote können per Post oder Fax (+41 43 399 70 11) oder per E-mail mittels gescanntem Bietformular eingereicht werden. Telefonisch übermittelte und per E-mail gesandte Gebote ohne Unterschrift müssen aus rechtlichen Gründen schriftlich bestätigt werden.

Gebote für die schriftliche Auktion (ab Kat. Nr. 5000) müssen bis spätestens am letzten Ausstellungstag (Freitag) um 18.00 Uhr bei uns eingetroffen sein.