März 2026 (A180) - Auktionsstart: 19.3.2026, 17:30
–Auktion abgeschlossen
1052. Ferdinand Hodler
(Bern 1853–1918 Genf)
Landschaft bei Madrid mit Steineichen und weidenden Kühen. 1878/79. Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert. Verso auf Keilrahmen mit Ausstellungs-Etiketts des Kunstmuseums Winterthur sowie auf einem alten Etikett bezeichnet "olivier [en] Espagne". 32.5x41 cm. Gerahmt.
Das Werk ist im SIK-ISEA unter der Inventarnummer 80489 als eigenhändige Arbeit von Ferdinand Hodler im Archiv und unter der Nummer 77 im Bd. I des Werkkataloges von Ferdinand Hodler registriert.
Provenienz:
- Grand Salon d'Art (C. D. Wyatt), Genf, [1916]
- Paul Linder, Basel, [1917]
- Privatbesitz, [1932]
- Schweizer Privatbesitz.
Literatur:
- Bender, Ewald, Die Kunst Ferdinand Hodlers. Gesamtdarstellung. Band 1. Das Frühwerk bis 1895, Zürich 1923, S. 73 (Olivenbäume, 1878), 114, Abb. 54, 299.
- Loosli, Carl Albert, Generalkatalog, 1921-1924 (GK), Nr. 1655 (Olivenhain, 1879).
- Müller, Werner Y., Landschaftskatalog, in; Die Kunst Ferdinand Hodlers. Gesamtdarstellung. Band 2. Reife und Spätwerk 1895-1918, Zürich 1941, Nr. 73 (Olivenhain in Spanien, 1879)
- Mühlestein, Hans/Schmidt, Georg, Ferdinand Hodler 1853-1918. Sein Leben und sein Werk, Erlenbach-Zürich 1942, S. 124 (Olivenhain, 1878/79)
- Koella, Rudolf, Hodler und seine Schweizer Künstlerfreunde Cuno Amiet, Giovanni Giacometti und Rodo de Niederhäusern. Aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler und anderem Winterthurer Besitz, Ausst-Kat. Winterthur 2000/2001, S. 19 (Olivenbäume in Spanien, 1878)
- Kesser, Caroline, Hodler en Madrid. La obra madrileña, Ausst.-Kat, Barcelona 2001, S. 41 (Paisaje con encinas y vacas, 1878-1879), 63, 64.
- Bätschmann, Oskar/Müller, Paul, Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde, Bd. I, Die Landschaften, Zürich 2012, S. 126, Nr. 77
Ausstellungen:
- ev. Genf 1879, Ferdinand Hodler.
- Moderne GalerieTanner Zürich, 1.11.–30.11.1913, Sonder-Ausstellung F. Hodler, Nr. 18 (Veau en prairie).
- Grand Salon D'art, C.D. Wyatt, 20.4.–28.5.1916, Peintures de Ferd. Hodler, sculptures de Herm. Haller, Nr. 12 (Oliviers en Espagne).
- Kunstverein Winterthur, 4.9.–16.10.1932, der frühe Hodler, Nr. 15 (Olivenbäume in Spanien, 1878/79).
- Kunstmuseum Winterthur, Der unbekannte Winterthurer Privatbesitz 1500–1900, 5.9.–5.11.1942, Nr. 135 (Olivenbäume in Spanien, 1879).
- Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, 25.6.1999-10.10.1999 und Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 24.10.1999-3.1.2000, Ferdinand Hodler, Nr. 7 (Olivenbäume in Spanien, 1878), S. 77 Farbabb., 273.
- Sala de Exposiciones de la Fundación «la Caixa», Madrid/Palma de Mallorca, 15.12.2001-17.2.2002, Ferdinand Hodler, Nr. 19 (Paisaje con encinas y vacas, 1878-1879), S. 19, 63, 80 Farbabb., [199]
Caroline Kesser wies 2001 nach, dass es sich bei den Bäumen nicht wie bisher angenommen um Olivenbäume, sondern um Steineichen handelt. Tierstaffagen wie die grasenden Rinder kommen in Hodlers Gesamtwerk nur vereinzelt vor. Laut Loosli beobachtete der Künstler in Spanien eine von der Schweiz verschiedene Tierhaltung, die dem Vieh eine «urwüchsige Wildheit» verlieh: «In Spanien ist es [das Rindvieh] kleiner, struppiger, schaut oft ganz klug aus, aber es hat einen merkwürdig servilen Ausdruck. Freilich wird es auch nicht so gepflegt und gehätschelt wie bei uns zu Lande [...]». Die in Spanien geschaffenen Darstellungen einzelner Rinder mit ihren ausgeprägten Körpern können als Vorläufer für die zahlreichen kraftvollen Tierporträts der Freiburgerstiere gelten, die Hodler in den 1880er Jahren serienweise schuf (cit. Brunner, Monika, Catalogue raisonné, Werkkommentar zu WVZ Nr. 77, S. 126)
Schätzung: CHF 80'000 – 120'000EUR 90'910 – 136'360
Condition Reports und Fotos auf Anfrage bis spätestens 24h vor Beginn der Auktion.
Das Fehlen von Zustandsbemerkungen im Katalogeintrag bedeutet nicht, dass das Los keine Abnutzung, Reparaturen oder Defekte aufweist oder in einwandfreiem Zustand ist. Die Bieter sind gehalten, sich bei jedem Los von dessen Zustand zu überzeugen und müssen verstehen, dass jede Aussage von Schuler Auktionen lediglich eine subjektive, qualifizierte Meinung ist.
Bitte beachten Sie, dass Uhrwerke nicht auf ihre Ganggenauigkeit geprüft werden und möglicherweise auf Kosten des Käufers revidiert werden müssen. Schuler Auktion übernimmt keine Garantie für die zukünftige Funktionsfähigkeit von Uhrwerken und garantiert nicht für die Echtheit einzelner Komponenten, da Reparaturen und Restaurierungsarbeiten zum Austausch von Originalteilen geführt haben können.
Gebote unterhalb der unteren Schätzung werden nicht akzeptiert.
Schriftliche Gebote können per Post oder Fax (+41 43 399 70 11) oder per E-mail mittels gescanntem Bietformular eingereicht werden. Telefonisch übermittelte und per E-mail gesandte Gebote ohne Unterschrift müssen aus rechtlichen Gründen schriftlich bestätigt werden.
Schriftliche Gebote für die Online Only Sales (Kat. Nr. 1 bis 1681) müssen spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn bei uns eingetroffen sein.
