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203. Lalique, grosse Schale "Luxembourg"
2.Hälfte 20.Jh. Farbloses, teilweise mattiertes Glas. Wandung mit Amorettenfries mit einer Girlande im Relief. Entwurf von Marc Lalique, 1951. H 21 und D 26 cm.
- Gebrauchsspuren.
Estimate: CHF 600 - 1'200EUR 680 – 1'360
Hammer Price: CHF 1'100
Details303. Etablissements Gallé, Vase
Nancy, 1908–20. Farbloses Glas mit violetten Pulvereinschmelzungen. Violetter und brauner Überfang. Auf mattiertem Grund hochgeätzter Dekor einer Gebirgslandschaft mit See. Signatur "Gallé". H 13 cm.
- Leichte Gebrauchsspuren.
Estimate: CHF 600 - 1'200EUR 680 – 1'360
Hammer Price: CHF 1'000
Details304. Etablissements Gallé, Vase
Nancy, 1928–36. Farbloses Glas mit grünen und bräunlichen Pulvereinschmelzungen. Brauner und grüner Überfang. Auf mattiertem Grund hochgeätzter Dekor einer Stadtansicht mit einer Brücke und dichten Laubbäumen im Vordergrund. Signatur "Gallé". H 32 cm.
- Leichte Gebrauchsspuren.
Estimate: CHF 2'400 - 3'000EUR 2'730 – 3'410
Hammer Price: CHF 2'450
Details345. Museale Dosenuhr
Nürnberg, Michael Gruber zugeschrieben, um 1580/90. Messing, feuervergoldet und Eisen. Rundes Gehäuse, durchbrochen gearbeitet und partiell graviert. Deckel und Boden mit Arabesken um zentrales Blattstern-Motiv. Wandung mit umlaufendem Rankenwerk, belebt von Vögeln, Raubtieren und Fabelwesen. Zifferblatt graviert. Zentrale Kompassrose umgeben von zwei Ziffernringen mit arabischen Zahlen (13–24) bzw. römischen Ziffern (I–XII). Aussen aufgesetzte Stundenknöpfe für die Nachtablesung. Originaler, geschnittener Eisenzeiger. Eisenwerk mit Schlüsselaufzug, Waagbalken und Stackfred zur Federbremsung. Stundenschlag auf Glocke. Ergänzungen. Läuft an. Ergänzter Schlüssel vorhanden. D 6 cm.
- Gehäuse leicht berieben. Uhrwerk zu restaurieren.
Estimate: CHF 5'000 - 8'000EUR 5'680 – 9'090
Hammer Price: CHF 9'500
Details1008. Giovanni Francesco Bezzi, genannt il Nosadella
(Bologna 1530–1571)
zugeschrieben
Die heilige Familie mit der heiligen Katharina von Alexandrien. Öl auf Holz. 74,5x60 cm. Gerahmt.
- Auf der rechten Seite Platte vertikal gebrochen, Rückseite verstärkt. Farbverluste im Randbereich. Krakeluren. Retuschen. Stellenweise Rippeln im Firnis.
Wir danken Prof. Riccardo Lattuada und Prof. Vittoria Romani für Ihre wertvolle Hilfe bei der Katalogisierung dieses Gemäldes.
Provenienz:
- Sammlung Edmund Antrobus, Christie’s, London, 12.3.1788, Lot 60 (als Parmigianino).
- Kauf bei Ph. Elerich (P.h. Elrich?) London 1952 (mit einem Gutachten von Lili Fröhlich-Bume London, 1952).
- Sammlung Dr. Emil Kern (1914-2014), Agentenhaus, Horgen, bei obigem erworben.
Dieses Gemälde, das Nosadella in seinen späteren Schaffensjahren zugeschrieben werden kann, zeigt Anzeichen einer Auseinandersetzung mit den emilianischen Vorbildern, von Correggio bis Parmigianino, die der Künstler parallel zum Bologneser Maler Lorenzo Sabatini (um 1530–1576) geführt hat. Dies scheint eine relevantere Referenz zu sein als die Vorbilder von Prospero Fontana, um die Wahl einer schlichteren Komposition und einer raffinierten Malweise zu erklären, wie die Farbwahl für das Kleid der Jungfrau mit seinen schillernden Reflexen und Details, wie dem goldgefütterten Schal der Jungfrau und dem Kleid des Kindes zeigen.
Der Kopf des Heiligen Josef lässt sich mit dem des Priesters im Altarbild der Circoncisione in Santa Maria della Vita in Bologna vergleichen, das von Nosadella begonnen und nach dessen Tod im Jahr 1571 von Fontana vollendet wurde. Für denselben Auftraggeber (Girolamo Alamandini) hatte Nosadella sein bekanntestes Werk gemalt, das Altarbild des Oratoriums der Battuti in Santa Maria della Vita. Der Kopf des Josef ist typisch für den Maler, ebenso wie die Heilige Katharina, die sehr ähnlich in der mystischen Hochzeit der Heiligen Katharina aus einer Privatsammlung erscheint. Das Kind hat eine sehr ähnliche Physiognomie wie das jenes in der Heiligen Familie mit der Heiligen Agnes, das sich heute im Schloss Villandry befindet.
Estimate: CHF 10'000 - 15'000EUR 11'360 – 17'050
Details1052. Ferdinand Hodler
(Bern 1853–1918 Genf)
Landschaft bei Madrid mit Steineichen und weidenden Kühen. 1878/79. Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert. Verso auf Keilrahmen mit Ausstellungs-Etiketts des Kunstmuseums Winterthur sowie auf einem alten Etikett bezeichnet "olivier [en] Espagne". 32.5x41 cm. Gerahmt.
Das Werk ist im SIK-ISEA unter der Inventarnummer 80489 als eigenhändige Arbeit von Ferdinand Hodler im Archiv und unter der Nummer 77 im Bd. I des Werkkataloges von Ferdinand Hodler registriert.
Provenienz:
- Grand Salon d'Art (C. D. Wyatt), Genf, [1916]
- Paul Linder, Basel, [1917]
- Privatbesitz, [1932]
- Schweizer Privatbesitz.
Literatur:
- Bender, Ewald, Die Kunst Ferdinand Hodlers. Gesamtdarstellung. Band 1. Das Frühwerk bis 1895, Zürich 1923, S. 73 (Olivenbäume, 1878), 114, Abb. 54, 299.
- Loosli, Carl Albert, Generalkatalog, 1921-1924 (GK), Nr. 1655 (Olivenhain, 1879).
- Müller, Werner Y., Landschaftskatalog, in; Die Kunst Ferdinand Hodlers. Gesamtdarstellung. Band 2. Reife und Spätwerk 1895-1918, Zürich 1941, Nr. 73 (Olivenhain in Spanien, 1879)
- Mühlestein, Hans/Schmidt, Georg, Ferdinand Hodler 1853-1918. Sein Leben und sein Werk, Erlenbach-Zürich 1942, S. 124 (Olivenhain, 1878/79)
- Koella, Rudolf, Hodler und seine Schweizer Künstlerfreunde Cuno Amiet, Giovanni Giacometti und Rodo de Niederhäusern. Aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler und anderem Winterthurer Besitz, Ausst-Kat. Winterthur 2000/2001, S. 19 (Olivenbäume in Spanien, 1878)
- Kesser, Caroline, Hodler en Madrid. La obra madrileña, Ausst.-Kat, Barcelona 2001, S. 41 (Paisaje con encinas y vacas, 1878-1879), 63, 64.
- Bätschmann, Oskar/Müller, Paul, Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde, Bd. I, Die Landschaften, Zürich 2012, S. 126, Nr. 77
Ausstellungen:
- ev. Genf 1879, Ferdinand Hodler.
- Moderne GalerieTanner Zürich, 1.11.–30.11.1913, Sonder-Ausstellung F. Hodler, Nr. 18 (Veau en prairie).
- Grand Salon D'art, C.D. Wyatt, 20.4.–28.5.1916, Peintures de Ferd. Hodler, sculptures de Herm. Haller, Nr. 12 (Oliviers en Espagne).
- Kunstverein Winterthur, 4.9.–16.10.1932, der frühe Hodler, Nr. 15 (Olivenbäume in Spanien, 1878/79).
- Kunstmuseum Winterthur, Der unbekannte Winterthurer Privatbesitz 1500–1900, 5.9.–5.11.1942, Nr. 135 (Olivenbäume in Spanien, 1879).
- Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, 25.6.1999-10.10.1999 und Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 24.10.1999-3.1.2000, Ferdinand Hodler, Nr. 7 (Olivenbäume in Spanien, 1878), S. 77 Farbabb., 273.
- Sala de Exposiciones de la Fundación «la Caixa», Madrid/Palma de Mallorca, 15.12.2001-17.2.2002, Ferdinand Hodler, Nr. 19 (Paisaje con encinas y vacas, 1878-1879), S. 19, 63, 80 Farbabb., [199]
Caroline Kesser wies 2001 nach, dass es sich bei den Bäumen nicht wie bisher angenommen um Olivenbäume, sondern um Steineichen handelt. Tierstaffagen wie die grasenden Rinder kommen in Hodlers Gesamtwerk nur vereinzelt vor. Laut Loosli beobachtete der Künstler in Spanien eine von der Schweiz verschiedene Tierhaltung, die dem Vieh eine «urwüchsige Wildheit» verlieh: «In Spanien ist es [das Rindvieh] kleiner, struppiger, schaut oft ganz klug aus, aber es hat einen merkwürdig servilen Ausdruck. Freilich wird es auch nicht so gepflegt und gehätschelt wie bei uns zu Lande [...]». Die in Spanien geschaffenen Darstellungen einzelner Rinder mit ihren ausgeprägten Körpern können als Vorläufer für die zahlreichen kraftvollen Tierporträts der Freiburgerstiere gelten, die Hodler in den 1880er Jahren serienweise schuf (cit. Brunner, Monika, Catalogue raisonné, Werkkommentar zu WVZ Nr. 77, S. 126)
Estimate: CHF 80'000 - 120'000EUR 90'910 – 136'360
Details1300. Hermès, Handtasche "Kelly sellier 32"
2003. Aus Glattleder in Rot-Braun. Palladinierte Metallbeschläge. Schloss und Clochette mit einem Schlüssel. Abnehmbarer Schulterriemen. Mit Staubbeutel und Regenschutz. 32x23x12 cm.
- Tragespuren, Kratzer, Ecken minim berieben.
Estimate: CHF 6'000 - 7'000EUR 6'820 – 7'950
Details511. Alvar Aalto, Armlehnsessel 41 "Paimio"
Finnland, Entwurf 1931. Ausführung 1990er Jahre, Artek. Sitz- und Rückenfläche mit geschwungenen Enden. Schwarz lackiertes Birkensperrholz. Die schräge Rückenlehne oben mit vier Belüftungsschlitzen. Gebogene Rahmenschleife aus klar lackierten Birkenlammellen.
60 x 84 cm, Höhe 66 cm.
- Guter Zustand.
Estimate: CHF 1'800 - 2'400EUR 2'050 – 2'730
Details273. Nähschatulle mit Zylinder-Musikwerk, Frankreich um 1840
Musikwerk wohl St. Croix. Nussbaum-Korpus in Form eines Pianos mit scharniertem Deckel, darin diverse Nähutensilien aus Silber, Perlmutt und Glas. Deckelinnenseite mit Spiegel. Im Bauch des Korpus Musikspielwerk mit Schlüsselaufzug. Korpus mit applizierten Perlmutt-Ornamenten. 29,4x19,2x15 cm.
- Musikwerk zu revidieren.
Estimate: CHF 800 - 1'200EUR 910 – 1'360
Hammer Price: CHF 1'400
Details30. Isfahan-Figural
Z-Persien, um 1910. Sehr ausgefallene Musterung. Im beigen Mittelfeld sitzt der mächtige König Tahmasb Shah im Pavillon vor seinem Schloss und feiert ein Fest. Prinzen, Minister, Musikanten und eine Tänzerin vervollständigen die Szenerie auf lebhafte Weise. 2 blütenbelegte Borten säumen die reich geschmückte, florale, mit verschiedenen Tieren, Vögeln und blühenden Bäumen verzierte Hauptbordüre, die einen aparten Rahmen bildet. Minimale Gebrauchsspuren. 135x218 cm (ft. 4.5x7.2).
Estimate: CHF 2'000 - 3'000EUR 2'270 – 3'410
Hammer Price: CHF 3'200
Details200. St. Louis, Gläserservice "Trianon Or"
2.Jh. Farbloses Kristallglas mit Schliffdekor. Kuppa mit feinem goldfarbenem Rocaillendekor im Relief. Kopie der Kaufquittung vom 09.11.2016, Meister Zürich vorhanden. Bestand: 1 Krug (H 26,5 cm), 16 Rotweingläser (H 15,5), 16 Weissweingläser (H 14 cm), 16 Süssweingläser (H 12 cm). Total 49 Teile.
- Leichte Gebrauchsspuren.
Estimate: CHF 1'500 - 2'500EUR 1'700 – 2'840
Hammer Price: CHF 3'800
Details292. Daum Frères, Vase "Mimose"
Nancy, 1904–14. Farbloses Glas mit gelben, grünen und bräunlichen Pulvereinschmelzungen. Grüner und gelber Überfang. Auf rauem Grund hochgeätzter und emaillierter Mimosenzweigdekor. Hochgeätzte Signatur "Daum Nancy. Lothringerkreuz". H 11 cm.
- Leichte Gebrauchsspuren.
Estimate: CHF 800 - 1'600EUR 910 – 1'820
Hammer Price: CHF 850
Details359. Hl. Jakobus
Süddeutsch, um 1600. Holz geschnitzt und polychrom gefasst, Reste einer Vergoldung. Auf Terrainsockel (ergänzt) stehender Heiliger mit Pilgertasche. Den Kragen seines Mantels zieren fünf Muscheln. Rückseitig abgeflacht. H 95 cm.
- Kleine Schad-, Fehl- und Reparaturstellen.
Estimate: CHF 2'000 - 4'000EUR 2'270 – 4'550
Details460. Schreibtisch mit Tabernakelaufsatz
Graubünden, 2.Hälfte 18.Jh. Wohl Werkstatt Conradin Collany, Campo Vasto/La Punt-Chamues-ch, Engadin (auf alter Etikette bezeichnet). Nussbaum und Maserholz massiv und furniert mit eingelegten Filets und Bandelwerk. Rechteckiger, einschübiger Korpus mit geschweifter Front und passig ausgeschnittener Zarge auf geschweiften Beinen. Schreibaufsatz mit aufklappbarer, geschrägter Platte und zwei seitlichen Schubladen. Innen sechs kleine Schubladen. Tabernakelaufsatz mit passig geschweifter Front. Zentrale Türe, umgeben von 11 kleinen Schubladen. Innen sechs Schubladen. Eisenbeschläge mit Zentralverriegelung. Geschweifter Giebel mit vier kleinen Schubladen. Originalschlösser und originale Messingbeschläge. Zweiteilig. 120 x 83 cm, Höhe 202 cm.
- Alters- und Gebrauchsspuren.
Provenienz:
- Ehemals Schloss Rhäzüns/Graubünden.
- Um 1920 aus der Familie Vieli durch Verkauf in St.Galler Privatbesitz.
Estimate: CHF 2'000 - 4'000EUR 2'270 – 4'550
Hammer Price: CHF 3'800
Details













