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414. Kommode, Transition, Paris, um 1770/75, Daniel de Loose
Satinholz, massiv und furniert. Signiert Daniel Deloose (auch de Loose, Meister ab 1767). Originales, profiliertes und bastionsartig ausgeschnittenes rosa-gelb-braun durchzogenes "brocatelle d'Espagne"-Marmorblatt über zweischübigem Korpus ohne Traverse. Die Frontstollen geschrägt und in leicht geschweifte Beine übergehend, die Zarge wellig ausgeschnitten. Ziselierte und vergoldete Bronzen in Form von Zugringen, Schlüsselloch- und Zargenzierden, frontseitige Sabots und Chutes. 96 x 49, Höhe 86.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich..
Literatur:
- De Versailles à Paris. Le Destin des collections royales. Centre culturel du Panthéon, Paris 1989, Nr. 54.
Diese Kommode ist ein typisches Werk des Pariser Ebenisten Daniel de Loose, der seine Werkstatt in der Rue du Faubourg Saint-Antoine führte. Neben einer grossen Privatkundschaft belieferte de Loose als Unterakkordant u.a. den berühmten Jean-Henri Riesener mit Möbeln von hoher Qualität. Die Kommode weist die von de Loose an verschiedenen seiner Möbel anzutreffende Zargenzierde, Chutes und Sabots auf. Eine bis auf den Marmor praktisch identische Kommode findet sich in Schloss Versailles, im Petit-Trianon, welche über den Meister Jean-Henri Riesener 1774 geliefert wurde und von Daniel de Loose gefertigt worden war "...pour le service du Nouveau Pavillon de Trianon".
Schätzung: CHF 3'400 – 4'000EUR 3'860 – 4'550
Details420. Wiener Bronze-Tischuhr, um 1820
Gehäuse aus ziselierter und feuervergoldeter Bronze. Gekehlter Sockel mit figürlichem Relieffries nach Leopold Heuberger (1786-1839 Wien). Vier Kugelfüsse. Schildförmiges Uhrgehäuse auf vier plastischen Stützen in Form von Delphinen. Vasenförmige Bekrönung. Guillochiertes, feuervergoldetes Zifferblatt mit römischen Zahlen in schildförmigen Reserven. Gebläute Stahlzeiger. Messingwerk mit Viertelstundenschlag auf zwei Tonfedern. Zugrepetition. Pendel mit Fadenaufhängung. Gangfähig. Schlüssel vorhanden. Höhe 48,5 cm.
- Minimale Alters- und Gebrauchsspuren, die Feuervergoldung des Gehäuses aussergewöhnlich gut erhalten.
Schätzung: CHF 2'000 – 3'000EUR 2'270 – 3'410
Details406. Paar Fauteuils, Paris, um 1750, mit "Point de Saint-Cyr"-Bezügen
Buche geschnitzt und weiss gefasst. Trapezförmiger Sitz über wellig ausgeschnittener Zarge und S-förmig geschweiften Beinen. Die Rückenlehne leicht nach hinten geneigt und mit jochartigem Abschluss. Geschnitzt mit Rocaillen, Ranken und Blüten. Gepolsterte und geschweifte Armstützen. Mit polychromen Stickereibezügen in sog. "Point de Saint-Cyr" mit Rankenwerk, mythologischen und höfischen Figuren, Blumen und Paradiesvögeln. 66 x 56, Höhe 99 cm.
Provenienz:
- Sotheby's Paris, 10. Nov. 2009, Los Nr. 92.
- Privatsammlung, Zürich.
Schätzung: CHF 3'000 – 3'800EUR 3'410 – 4'320
Details409. Feine Louis XVI-Kommode, Paris, um 1775, in der Art des Godefroy Dester
Amarant, Rosenholz und Citronnier, furniert und reich eingelegt. Dreiseitig geschweiftes und profiliertes, weiss-grau durchzogenes Marmordeckblatt über dreischübigem Korpus ohne Traversen. Schlicht ausgeschnittene Zargenschürze und sich nach unten verjüngende Stabbeine in vergoldeten Bronze-Sabots. Schlüssellochzierden, Zugringe, Beinmanschetten und Chutes in sehr feiner Ausführung. Schauseitig mit Rautenparketterie, darin vierblättrige Blüten. Die gerundeten Eckstollen mit angedeuteten Kannelüren eingelegt. 95,5 x 40,5, Höhe 88 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Zürich.
Schätzung: CHF 2'400 – 3'000EUR 2'730 – 3'410
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